Die MS-Office-Programme bieten sowohl unter Windows als auch unter MacOS einen sehr einfachen Weg, aus einem Dokument ein PDF zu generieren: Sichern unter › PDF.
Wer allerdings ein unter MacOS erzeugtes Office-PDF in Illustrator öffnet, findet häufig Zeichensalat statt der ursprünglichen Textinhalte der Office-Datei in Illustrator vor:
PDF nach Export aus MS PowerPoint in Illustrator geöffnet
In Acrobat hingegen werden alle Texte korrekt angezeigt:
PDF nach Export aus MS PowerPoint in Acrobat geöffnet
Problemlösung
Im Adobe-Forum sind dazu zwei mögliche Lösungsansätze zu finden:
Als PDF/A speichern aus AcrobatPro
PDF in AcrobatPro öffnen
Datei › Speichern als › Archivierbare PDF-Datei (PDF/A)
PDF/A in Illustrator öffnen
Export als EPS aus AcrobatPro
PDF in AcrobatPro öffnen
Datei › Exportieren als › Encapsulated PostScript
EPS in Illustrator öffnen
Meine klare Empfehlung: Verwenden Sie Variante 1, das Speichern als PDF/A aus AcrobatPro.
Auch wenn beide Varianten funktionieren, ist das EPS-Format ein stark veraltetes Dateiformat und hat gegenüber einem PDF viele Nachteile. Ich verzichte schon seit vielen Jahren so weit es geht auf EPS-Dateien und nutze alternativ das PDF-Format.
Die Berechnung der x-fachen (mehrfachen) Zeilenabstände in Microsoft Word entpuppt sich als Herausforderung: Ich wollte eine Microsoft-Word-Vorlage erstellen, die Flexibilität in der Schriftgröße ermöglicht. Das Layout gab PT Serif Regular 10pt/15pt vor. Word bietet die Möglichkeit, Zeilenabstände sowohl fest (»genau«) als auch flexibel (»Einfach« usw. bis »Mehrfach«) einzugeben.
Falsche Grundannahme
Man möchte annehmen, dass in Microsoft Word ein 1-facher Zeilenabstand bei einer 10-pt-Schrift genau 10 pt entspricht und ich demzufolge 10pt/1,5-fach einstellen müsste, um meiner Layout-Vorgabe folgend genau 15pt Zeilenabstand (ZAB) zu erhalten.
Dem! ist! nicht! so!
Nach kurzen Tests war klar: Word benutzt zur Berechnung des flexiblen Zeilenabstands bestimmte metrische Font-Attribute und die Schriftgröße. Das bedeutet: 1-facher Zeilenabstand ist je nach gewählter Schrift und Schriftgröße ein anderer absoluter Wert. Aber welche Werte werden zur Berechnung benutzt?
Internetsuche
Die Suche im Internet bestätigte zunächst mein vages Ergebnis recht amüsant (»defaults somewhere a little south of«):
Jede Office-Anwendung kalkuliert also den x-fachen Zeilenabstand anders. Und jede Version ein jeder Office-Anwendung eventuell ebenfalls.
So geht’s … zumindest in meiner Anwendungsumgebung
Nach weiterem Testen und Tüfteln habe ich diese Formel aufgestellt, die bisher in meiner Anwendungsumgebung (MS Word 2010 für Windows, Version 14.0.7184.5000) präzise Ergebnisse liefert:
Wollen wir also für einen Font bei vorgegebener Schriftgröße und festem Zeilenabstand den Wert berechnen, den wir in das Feld »Mehrfach« in Word eintragen müssen, hilft uns diese Formel (eine Kombination der oben dargestellten mit simplem Dreisatz):
Eine exzellente Übersicht, wie Interpunktionen und Sonderzeichen unter den Betriebssystemen Windows, MacOS und Linux einzugeben sind, finden Sie auf dieser auch sonst empfehlenswerten Seite: