Häufig erhalte ich PDFs, die in der Einzelseitenansicht öffnen, obwohl die Doppelseitenansicht, rechts beginnend (das heißt in Acrobat dann »Deckblatt in Zweiseitenansicht einblenden«) besser geeignet wäre. Oder doppelseitig öffnende PDFs, die ich aber einseitig anschauen möchte.
Um in Acrobat die Ansicht des PDFs zu ändern sind dann häufig mehrere Klicks notwendig – unter anderem schon erwähntes »Deckblatt in Zweiseitenansicht einblenden« nochmal zusätzlich entweder an oder aus stellen. Es gibt zwar Icons für den Wechsel zwischen Ein- und Zweiseitenansicht, aber nichts, um das Deckblatt an- oder abzuschalten.
Da ich viele Projekte in Buchgestaltung und -satz realisiere, brauche ich die Deckblattanzeige häufig. Dafür habe ich das Acrobat-Skript »ToggleCover« geschrieben.
Kostenloser Download
Laden Sie das kostenlose JavaScript zum einfachen Wechsel der Seitenanzeige in Acrobat hier herunter:
Das Script schaltet die Seitenansicht nach folgender Logik um:
Aktive Seitenansicht
Skript wechselt die Ansicht zur
Zweiseitenansicht mit Deckblatt
Zweiseitenansicht ohne Deckblatt
Zweiseitenansicht ohne Deckblatt
Einseitenansicht
Alle anderen Ansichten
Zweiseitenansicht mit Deckblatt
Senden Sie mir gern Feedback oder Verbesserungsvorschläge zu.
Installation
Das Script lässt sich in die Icon-Leiste integrieren und über das Anzeige-Menü ansteuern: »Zweiseitenansicht: Deckblatt umschalten« (bzw. »Two page view: Toggle Cover Page View« auf einer englischen Acrobat-Version).
Mit dem Acrobat-Script »ToggleCover« schalten Sie schneller zwischen Seitenanzeigen mit und ohne Deckblatt hin und her.
Das Script funktioniert nur, wenn Sie es in einem der Acrobat-JavaScript-Ordner platzieren.
Zum Auszählen und Festlegen von Bildnummern in einem PDF brauchte ich einen »digitalen Paginierstempel«, um die im PDF enthaltenen Bilder fortlaufend nummerieren zu können. Das ist in Acrobat mit einem dynamischen Stempel umsetzbar.
Glücklicherweise konnte ich auf einen bereits vorhandenen und kostenlos zur Verfügung gestellten Acrobat-Stempel zurückgreifen.
Der ausgewählte Stempel (hellrotes »a« im Kasten) hinterlässt mit jedem Klick einen roten Kasten mit aufsteigender Nummerierung: im Bild die »6« und »7«, der nächste Klick erzeugt eine »8«
Da das sicherlich von allgemeinem Interesse sein dürfte, hier der Link (letzter Zugriff: 26.02.2022):
Leider funktioniert das nur mit der Acrobat Vollversion und nicht mit dem Acrobat Reader.
Technischer Hintergrund
Ein dynamischer Stempel besteht grundsätzlich aus einer Bilddatei des Stempels selbst, die mit Formularfeldern und JavaScript angereichert und damit »dynamisch« wird, also ein bestimmtes Verhalten haben kann.
Wer näher an der Entwicklung solcher Stempel interessiert ist (letzter Zugriff: 26.02.2022):
Mit diesem von mir entwickelten Javascript können Sie alle Formatierungen in Acrobat-Kommentaren in getaggten Text umwandeln. Diese werden als reiner Text in das InDesign-Panel »PDF-Kommentare« transportiert und können bei der Korrektur berücksichtigt werden, ohne zwischen InDesign und Acrobat hin und her wechseln zu müssen.
Korrektor:innen ersetzen auch immer wieder eine Korrekturstelle durch neuen, teils umfangreicheren Text. In diesen neuen Texten werden auch Formatierungen genutzt: bold, italic, unterstrichen, durchgestrichen, hoch-/tiefgestellt, Farbe, Schriftart, Schriftgröße in allen beliebigen Kombinationen – zumal hier auch gern Textteile per Copy & Paste aus einer Textverarbeitung in das Kommentarfeld übertragen werden.
Kommentare in Acrobat sind Rich-Text-Felder, können also Formatierungen enthalten, werden in das InDesign-Panel »PDF-Kommentare« aber leider nur als reiner Text übertragen (Stand heute, 6. Juli 2021, bis inklusive InDesign 2021). Damit geht die gesamte Formatierung verloren, ohne dass es der Korrekturausführende merkt. Er muss immer wieder zwischen InDesign und Acrobat wechseln und aufmerksam die Kommentare in Acrobat anschauen, um ja keine Formatierung zu übersehen.
Das Script schafft hier einen Workaround und richtet sich an die Korrekturausführenden: Sobald ein Korrekur-PDF vorliegt, können per Script die gesamten Formatierungen in den Kommentaren in getaggten Text umgewandelt werden.
Acrobat-Kommentare vor (links) und nach (rechts) dem Scriptlauf
Damit sind nach dem PDF-Kommentar-Import alle Kommentar-Formatierungen im InDesign-Panel (und in den ausgeführten Korrekturstellen) sichtbar.
Das InDesign-Panel »PDF-Kommentare« ohne (links) und mit (rechts) per Script vorbereiteten Kommentaren
Kostenloser Download
Laden Sie das kostenlose Script zum Auszeichnen der Kommentar-Formatierungen in Acrobat hier herunter:
Nach der Installation finden Sie das Script im neuen Acrobat DC mit einem Klick auf die Symbolleiste: »Werkzeuge > Add-ons / Zusatzprogramme«.
Das Script zeichnet alle Formatierungen in den Kommentaren nach folgendem System aus:
i
kursiv (italic)
b
halbfett (bold)
u
unterstrichen (underline)
s
durchgestrichen (strikethrough)
sub
tiefgestellt (subscript)
sup
hochgestellt (superscript)
Die Tags werden zur besseren Sichtbarkeit in doppelt-geschweifte Klammern gehüllt, z.B. {{i}}Text in kursiv{{/i}}.
Mehrfachauszeichnungen werden durch ein „-“ getrennt zusammengehängt, z.B. {{b-i}}Text in halbfett und kursiv{{/b-i}}.
Wenn der Fettungsgrad der Schrift nicht 700 (= halbfett/bold) ist, wird der Fettungsgrad an das b-Tag angefügt (400 = normal/regular wird ignoriert), z.B. {{b600}}Text in viertelfett/semi-bold{{/b600}}.
In InDesign können die Formatierungen nach der Korrekturausführung entweder per Hand oder mittels GREP gesucht und korrigiert werden.
Damit springen Sie einzeln von einem Vorkommen der Format-Tags zum nächsten. Der GREP löscht lediglich die Format-Tags. Als Arbeitsablauf würden sich die Schritte 1–3 so lange wiederholen bis keine Format-Tags mehr gefunden werden:
Springe zum nächsten Vorkommen.
Ersetze.
Zeichne per Hand mit der korrekten Zeichenstilvorlage aus.
Senden Sie mir gern Feedback oder Verbesserungsvorschläge zu!
Mit diesem von mir entwickelten kostenlosen Javascript können Sie alle geöffneten PDFs in Acrobat (Vollversion oder Reader) gleichzeitig (synoptisch) vorwärts- oder rückwärtsblättern.
Kostenloser Download
Laden Sie das kostenlose Script zum gleichzeitigen Blättern aller offenen PDFs hier herunter:
Das Script funktioniert nur, wenn Sie es in einem der Acrobat-JavaScript-Ordner platzieren.
Für Windows:
Legen Sie das entpackte Script in diesen (bzw. in der Vollversion gleichlautenden) Ordner: C:\Programme (x86)\Adobe\Acrobat Reader DC\Reader\Javascripts\
Starten Sie Acrobat neu.
Für Mac:
Gehen Sie im Finder zu Ihrer Acrobat.app im Programme-Ordner.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Acrobat.app und wählen Sie »Paketinhalt anzeigen«, um das Innere der Applikation anzuzeigen.
Navigieren Sie innerhalb der App in das Verzeichnis: Acrobat.app/Contents/Resources/JavaScripts/
Platzieren Sie das Script dort und starten Sie Acrobat neu.
Alternativ: Nutzen Sie die Acrobat-eigene Javascript-Konsole:
Tasten Sie Ctrl-J (Windows) bzw. Cmd-J (Mac), um die Konsole aufzurufen.
Tippen Sie eine der folgenden Zeilen ein und bestätigen Sie mit Shift-Return oder der Enter-Taste des Nummernfelds: app.getPath(„app“,“javascript“); oder app.getPath(„user“); (Hier müssen Sie evtl. den Ordner „JavaScripts“
Auf diese Weise erfahren Sie, unter welchem Pfad Sie das Script auf Ihrem Rechner ablegen können. Den »user«-Ordner teilen sich übrigens Acrobat und Acrobat Reader.
Nutzung
Nach der Installation finden Sie das Script …
… im Menü »Anzeige« mit den beiden obersten Einträgen »Alle PDFs: […]«.
… über »Anzeige > Werkzeuge > Zusatzprogramme« als Werkzeugleiste.
… im neuen Acrobat DC mit einem Klick auf die Symbolleiste: »Werkzeuge > Add-ons / Zusatzprogramme«.
Senden Sie mir gern Feedback oder Verbesserungsvorschläge zu.
In »Korrekturen nach Vorlage ausführen, Teil 1« hatte ich beschrieben, wie Korrekturen auf Papier oder einem eingescannten Korrekturabzug in Acrobat effektiv ausgeführt werden können und im PDF nicht auf das ausgesprochen hilfreiche Abhaken von Korrekturstellen verzichtet werden muss.
Wie funktioniert das nun mit einem PDF, in dem die Korrekturen mit den Korrektur-Tools (Kommentarwerkzeugen) von Acrobat eingebracht wurden? (Zum digitalen Korrekturlesen im PDF erfahren Sie mehr im Artikel »Korrekturlesen digital«.)
PDF-Korrektur-Vorlagen mit Acrobat-Kommentaren als Korrekturstellen
Diese Arbeitsweise bietet zwei klare Vorteile: 1. Sie können keine Korrekturstelle mehr übersehen, sofern Sie konsequent einen Kommentar nach dem anderen abarbeiten. 2. Die versendeten Dateigrößen bleiben klein. 3. Sie benötigen im Workflow kein Papier mehr.
In diesem Artikel beziehe ich mich auf Acrobat X. Die Befehle heißen in den verschiedenen Acrobat-Versionen leicht anders und sind (in niedrigeren Versionen) in einer etwas abweichenden, aber ähnlichen Menüstruktur zu finden.
Wie kann ich mich beim Korrektur-Ausführen sicher orientieren?
Analog zu gescannten Korrekturvorlagen als PDF, arbeite ich auch in solchen Fällen mit zwei Computern: Auf dem einen ist das PDF in Acrobat geöffnet, auf dem anderen der zu korrigierende Umbruch. Der PDF-Rechner steht dabei möglichst direkt neben oder – wie eine Papiervorlage – »unter« dem Korrekturrechner.
Der Arbeitsplatz zur Korrektur-Ausführung mit einem Acrobat-PDF als Vorlage. Hinten der Korrektur-Rechner, davor der PDF-Rechner.
Mit der linken Maus hake ich die Korrekturen in Acrobat ab – ganz analog zur Arbeit mit einem Papierabzug –, mit der rechten Maus und der vorderen Tastatur pflege ich die Korrekturen in das Layoutprogramm ein.
Wie kann ich die Korrekturen im PDF abhaken?
Sofern Sie noch keine Erfahrung mit den Acrobat-Kommentarwerkzeugen und deren effektivem Gebrauch beim Korrekturlesen haben, machen Sie sich bitte kurz im Eintrag »Korrekturlesen digital« damit vertraut, bevor Sie weiterlesen.
1.
Wenn Sie das Korrektur-PDF in Acrobat vor sich haben, klicken Sie auf »Kommentar«. Sofort zeigt Acrobat alle auszuführenden Korrekturen als Liste an.
Wählen Sie »Kommentar« (links), um die Kommentarpalette in Acrobat zu öffnen (rechts)
2. Jetzt können Sie einfach einen Kommentar nach dem anderen anklicken (einfacher Klick reicht) und bearbeiten. Acrobat springt automatisch an die ausgewählte Korrekturstelle und markiert die Korrektur mit einer umlaufenden blau gestrichelten Linie (siehe nächste Abbildung).
Sollte die Korrekturstelle schwer aufzufinden sein, vergrößern Sie (Plus-Lupe in der Menüleiste klicken oder Apfel-+ bzw. Strg-+ als Shortcut) so lange, bis die Korrekturstelle gut sichtbar ist.
3.
Nach dem Ausführen einer Korrektur haken Sie den Korrektur-Kommentar mit der daneben stehenden Checkbox ab.
Abhaken von Korrekturstellen
4.
Wollen Sie eine angegebene Korrektur nicht ausführen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Kommentar-Eintrag und wählen »Status festlegen > Abgelehnt« (siehe Punkt 1 der Abbildung).
Sie können zusätzlich in einer »Antwort« dokumentieren, warum Sie die Korrektur nicht ausgeführt haben (siehe Punkt 2 der Abbildung).
Ablehnen einer Korrekturstelle in Acrobat (1) und eine Bemerkung zur Ablehnung verfassen (2)
5.
So bearbeiten Sie die Korrektur-Stellen nacheinander, bis keine mehr unbearbeitet ist. Vergessen Sie nicht, von Zeit zu Zeit das PDF zu speichern (Apfel-s bzw. Strg-s)!
Ich empfehle Ihnen, die abgehakten Korrekturstellen mittels Klick der rechten Maustaste und »Status festlegen > Akzeptiert« dauerhaft als erledigt zu markieren. Beim Wechsel des Computers oder der Acrobat-Version werden sonst die gesetzten Checkboxen eventuell nicht mehr aktiviert sein. Dazu gehen Sie wie folgt vor:
1.
Klicken Sie im Kommentarbereich auf das Fly-out-Menü »Kommentare filtern« und wählen »Aktiviert > Aktiviert«. Damit werden alle nicht angeklickten (also alle von Ihnen abgelehnten) Korrekturstellen in der Kommentarliste ausgeblendet.
Die Kommentaranzeige auf ausgewählte Kommentare beschränken
2.
Wählen Sie jetzt alle verbliebenen Korrektur-Kommentare aus (Apfel-a bzw. Strg-a).
3.
Weisen Sie nun den Status »Akzeptiert« zu: Klick rechte Maustaste, »Status festlegen > Akzeptiert«.
4.
Speichern Sie das PDF (Apfel-s bzw. Strg-s).
5.
Mit »Einblenden > Alle Kommentare einblenden« kommen Sie wieder zur ursprünglichen Ansicht mit allen Kommentaren zurück.
Damit erhalten Sie ein PDF mit fertig bearbeiteten Korrekturen, an denen auch Datum und Zeit des Akzeptierens oder Ablehnens (und eventuell sogar der Grund) nachvollziehbar dokumentiert sind.
Tipp:
Sollte es für Sie wichtig sein, wann exakt eine Korrektur ausgeführt wurde, arbeiten Sie nicht über die Checkboxen an jedem Kommentar, sondern legen Sie nach Ausführung immer sofort den Status fest. Damit hinterlegt Acrobat nämlich automatisch Datum und Uhrzeit der Statusänderung.
Tipp:
Sollten Sie die Korrektur nicht in einem Schwung abarbeiten, empfehle ich Ihnen, den Überprüfungsstatus am Ende jeder Unterbrechung wie als »Akzeptiert« festzulegen. Acrobat dokumentiert dann nämlich im PDF Datum und Zeit der Statusänderung.
Um effektiv Korrekturen nach einer gelieferten Korrektur-Vorlage auszuführen, gilt grundsätzlich:
Führen Sie sorgfältig und konzentriert eine Korrekturstelle nach der anderen aus.
Direkt nach Ausführung einer Korrekturstelle haken Sie diese in der Korrektur-Vorlage ab (Stift mit abweichender, gut sichtbarer Farbe verwenden).
Das Abhaken hilft Ihnen, die Orientierung zu behalten, ob Sie bereits alle Korrekturstellen auf der Seite bearbeitet haben oder nicht. Gleichzeitig dokumentieren Sie durch das Abhaken, dass Sie die Korrektur an dieser Stelle ausgeführt und nicht vergessen haben. So lassen sich im Nachhinein Fehler in der Korrektur-Ausführung gut nachvollziehen.
Bei zwei, drei Korrekturen auf einer Seite erscheint dies zunächst unnütz und aufwendig, ist aber auch hier trotzdem nützlich und empfehlenswert. Wer aber schon einmal Text- oder Verzeichnisseiten mit umfangreichen Korrekturen, Einfügungen, Umstellungen und Streichungen korrigieren musste (»mehr Rot auf der Seite als Schwarz«), weiß diese kleine Hilfe sofort zu schätzen!
Gescannte Korrektur-Vorlagen
Viele Verlage verschicken Ihre Korrektur-Vorlagen allerdings nicht mehr auf Papier, sondern scannen die kollationierten Korrektur-Vorlagen mit einem Einzugsscanner und versenden sie als PDF über das Internet.
Wie kann ich mich beim Korrektur-Ausführen sicher orientieren?
Ich arbeite in solchen Fällen grundsätzlich mit zwei Computern: Auf dem einen habe ich das PDF in Acrobat geöffnet, auf dem anderen den zu korrigierenden Umbruch. Der PDF-Rechner steht dabei möglichst direkt neben oder – wie eine Papiervorlage – »unter« dem Korrekturrechner.
Der Arbeitsplatz zur Korrektur-Ausführung mit einem Acrobat-PDF als Vorlage. Hinten der Korrektur-Rechner, davor der PDF-Rechner.
Mit der linken Maus hake ich die Korrekturen in Acrobat ab – ganz analog zur Arbeit mit einem Papierabzug – (das erläutere ich Ihnen im nächsten Abschnitt), mit der rechten Maus und der vorderen Tastatur pflege ich die Korrekturen in das Layoutprogramm ein.
Wie kann ich im PDF Korrekturen abhaken?
Acrobat bietet sowohl in der kostenlosen Version Reader XI als auch in der Vollversion unter seinen Kommentarwerkzeugen ein Stempel-Werkzeug (in der Werkzeugleiste rechts unter der Menüleiste: Kommentar › Anmerkungen › Stempel hinzufügen):
»Stempel hinzufügen«-Werkzeug in Acrobat und Acrobat Reader.
Aktivieren Sie über den kleinen schwarzen Pfeil nach unten direkt im Stempelsymbol das Fly-out-Menü und wählen »Stempelpalette einblenden«:
Acrobat Fly-out-Menü des Stempel-Werkzeugs.
Wählen Sie in der Stempelpalette den Eintrag »Hier unterschreiben« aus. Darin befinden sich ein grüner Haken und ein rotes Kreuz.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Ein-Tasten-Maus am Mac: Strg-Klick) auf den Haken und wählen Sie »Stempel den Favoriten hinzufügen« und verfahren mit dem roten Kreuz genauso und schließen die Stempelpalette:
Acrobat-Stempel zu den Favoriten hinzufügen.
Damit erscheinen beide Stempel jetzt leicht zugänglich im oberen Bereich, wenn Sie das Fly-out-Menü des Stempelwerkzeugs anwählen. Wenn Sie nun einen Stempel auswählen, können Sie eine beliebige Stelle im PDF einmalig mit einem Mausklick »abstempeln«.
Nutzen Sie den Haken für eine fertig ausgeführte Korrektur und das Kreuz für eine Korrektur, die Sie ganz bewusst nicht ausführen möchten. Da Stempel Kommentar-Werkzeuge sind, können Sie sogar jeweils noch eine Korrektur-Anmerkung zuordnen (z.B. eine kurze Info, warum Sie die Korrektur an dieser Stelle abgelehnt haben).
Um den Stempel als Hauptwerkzeug durchgängig auszuwählen (und ihn nicht nach jedem abstempeln immer wieder neu als Werkzeug auswählen zu müssen), klicken Sie mit der rechten Maustaste (Mac mit Ein-Tasten-Maus wieder: Strg-Klick) auf das Stempel-Werkzeug im Kommentarbereich der Werkzeugleiste und wählen dort »Werkzeugauswahl beibehalten«:
Acrobat-Stempel-Auswahl beibehalten, um den Stempel beständig auszuwählen.
Nun können Sie beliebig oft hintereinander stempeln und mit den Pfeiltasten der Tastatur oder dem Mausrad durch die PDF-Seiten navigieren. Wenn Sie die Korrektur am Korrektur-Rechner ausgeführt haben, stempeln Sie die Korrektur-Stelle (idealerweise mit einer zweiten Maus für die linke Hand – trainiert gleichzeitig noch beide Gehirnhälften :o) – siehe Foto oben) am PDF-Rechner ab. Beim Speichern des PDFs werden die Haken und Kreuze ebenfalls abgespeichert. So können Sie Ihre digitale Korrekturausführung bequem archivieren oder auch zurücksenden, um die Ausführung zu belegen.
Eine Seite vorher/nachher sieht dann so aus:
Links: Korrektur-Vorlage; rechts: nach ausgeführter Korrektur in Acrobat.
PDF mit Kommentaren als Korrektur-Vorlage
Ein ähnliches Vorgehen können Sie auch mit »echten« (also nicht gescannten) PDFs realisieren. Das Vorgehen erläutere ich Ihnen bald in einem weiteren Post (»Korrekturen nach Vorlage ausführen, Teil 2«).
Ein Tipp zum Schluss:
Bei sehr umfangreichen Korrekturen ist es meist einfacher, die Korrekturen von hinten nach vorne auszuführen (also von »rechts unten« nach »links oben«). Damit bieten die zu korrigierenden Passagen in der Layout-Software stets das gleiche Satzbild wie in der Korrektur-Vorlage, sodass Sie die Korrekturstellen optisch leichter auffinden.
Ein Buch-Hersteller erhält durchaus auch einseitige PDFs der Werke, die er betreut (gemeint ist: eine Seite des PDFs entspricht einer Seite des Buches). Die Vorstellung, wie das Buch später in seiner Doppelseiten-Symmetrie aussieht, wird dadurch erschwert.
Acrobats Zweiseitenansicht
Acrobat bietet seit einiger Zeit schon die Funktion »Zweiseitenansicht« zum Betrachten am Bildschirm. Großer Nachteil: Alle PDFs fangen in der Ansicht linksseitig an.
PDF in Zweiseitenansicht: Die Seiten sind in der falschen Reihenfolge für ein Buch
Es blieb keine andere Möglichkeit, als eine neue PDF-Seite als Seite 1 hinzuzufügen, damit die ungeraden Seiten in der Monitor-Ansicht auch wirklich rechte Seiten wurden. (Und das war natürlich nur möglich, sofern das PDF keinen Schutz vor Bearbeitung hatte.)
Deckblatt einblenden
Seit Version 9 bietet Acrobat zwei Optionen für die Zweiseitenansicht (zu finden im Menü: Anzeige › Seitenanzeige):
»Lücke zwischen Seiten einblenden«
»Deckblatt in Zweiseitenansicht einblenden«
Während die erste eine kleine Lücke zwischen den Doppelseiten ein- und ausblendet, macht die zweite Funktion das, was wir suchen: Durch sie wird die erste Seite im PDF als rechte Seite dargestellt.
PDF-Ansicht mit aktivierter Funktion »Deckblatt einblenden«: Die korrekte Seitenreihenfolge ist hergestellt
Hier noch die englischen Übersetzungen der verwendeten Acrobat-Befehle:
Zweiseitenansicht: Two Page View
Anzeige › Seitenanzeige: View › Page Display
Lücke zwischen Seiten einblenden: Show Gaps Between Pages
Deckblatt in Zweiseitenansicht einblenden: Show Cover Page in Two Page View
Voll-digitale Arbeitsabläufe bieten viele Vorteile. Häufig hakt der Ablauf aber, weil die meisten Korrektoren, Redakteure und Lektoren noch immer auf Papier korrigieren und redigieren.
Natürlich lassen sich kollationierte Papierfahnen einscannen und digital versenden – ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Das i-Tüpfelchen ist allerdings, direkt in dem PDF zu korrigieren und zu redigieren, das vom Dienstleister geliefert wird. Dazu bieten sowohl die Acrobat-Vollversion als auch der aktuelle Reader XI geeignete Kommentar-Werkzeuge.
Wie diese Tools präzise, einheitlich und damit effizient eingesetzt werden, erläutert Andreas Düpmann in seinem »Leitfaden für das Korrigieren im PDF«, den er als kostenlosen Download zur Verfügung stellt.
Der Leitfaden ist ein Auszug aus seinem Seminar »Strategien für effizientes Korrekturlesen«, mit dem er in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs ist: www.besser-korrektur-lesen.de