Jahr: 2016

  • InDesign: Bei Bildern oder Objekten im Bund Blitzer vermeiden

    Bilder und Grafik-Objekte, die wir auf rechten Seiten mit »X: 0 mm« direkt im Bund beginnen lassen, können (es passiert nicht immer) bei der PDF-Ausgabe auf der gegenüberliegenden linken Seite Blitzer am Beschnittrand erzeugen – und das, obwohl im PDF-Export der Anschnitt für »Innen« ebenfalls auf »0 mm« eingestellt ist.

    Ausgangslage in InDesign: Ein dreiseitig randabfallendes Bild, das im Bund beginnt
    Ausgangslage in InDesign: Ein dreiseitig randabfallendes Bild, das im Bund beginnt
    Ergebnis in Acrobat: ein Blitzer auf der linkengegenüberliegenden Seite
    Ergebnis in Acrobat: ein Blitzer auf der linkengegenüberliegenden Seite

    Wenn Sie solche Blitzer vermeiden wollen, schieben Sie das Bild um »+ 0,0001 mm« aus dem Bund heraus:

    InDesign-Trick: Element minimal aus dem Bund herausschieben

    Aufgrund der gerundeten Darstellung für das Nutzerinterface wird InDesign weiterhin »X: 0 mm« anzeigen, obwohl der echte Wert nun »X: 0,0001 mm« ist. Die Verschiebung ist für Druck und Weiterverarbeitung bedeutungslos, liefert aber blitzsaubere PDFs.

    Nach dem InDesign-Trick ist die linke Seite frei von Blitzern im Bund
    Nach dem InDesign-Trick ist die linke Seite frei von Blitzern im Bund

     

  • Acrobat-Script: Geöffnete PDFs synchron blättern

    Mit diesem von mir entwickelten kostenlosen Javascript können Sie alle geöffneten PDFs in Acrobat (Vollversion oder Reader) gleichzeitig (synoptisch) vorwärts- oder rückwärtsblättern.

    Kostenloser Download

    Laden Sie das kostenlose Script zum gleichzeitigen Blättern aller offenen PDFs hier herunter:

    [Version v03, als zip verpackt, 5kB]

    Installation

    Das Script funktioniert nur, wenn Sie es in einem der Acrobat-JavaScript-Ordner platzieren.

    Für Windows:

    • Legen Sie das entpackte Script in diesen (bzw. in der Vollversion gleichlautenden) Ordner:
      C:\Programme (x86)\Adobe\Acrobat Reader DC\Reader\Javascripts\
    • Starten Sie Acrobat neu.

    Für Mac:

    • Gehen Sie im Finder zu Ihrer Acrobat.app im Programme-Ordner.
    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Acrobat.app und wählen Sie »Paketinhalt anzeigen«, um das Innere der Applikation anzuzeigen.
    • Navigieren Sie innerhalb der App in das Verzeichnis:
      Acrobat.app/Contents/Resources/JavaScripts/
    • Platzieren Sie das Script dort und starten Sie Acrobat neu.

    Alternativ:
    Nutzen Sie die Acrobat-eigene Javascript-Konsole:

    • Tasten Sie Ctrl-J (Windows) bzw. Cmd-J (Mac), um die Konsole aufzurufen.
    • Tippen Sie eine der folgenden Zeilen ein und bestätigen Sie mit Shift-Return oder der Enter-Taste des Nummernfelds:
      app.getPath(„app“,“javascript“);
      oder
      app.getPath(„user“); (Hier müssen Sie evtl. den Ordner „JavaScripts“

    Auf diese Weise erfahren Sie, unter welchem Pfad Sie das Script auf Ihrem Rechner ablegen können. Den »user«-Ordner teilen sich übrigens Acrobat und Acrobat Reader.

    Nutzung

    Nach der Installation finden Sie das Script …

    • … im Menü »Anzeige« mit den beiden obersten Einträgen »Alle PDFs: […]«.
    • … über »Anzeige > Werkzeuge > Zusatzprogramme« als Werkzeugleiste.
    • … im neuen Acrobat DC mit einem Klick auf die Symbolleiste: »Werkzeuge > Add-ons / Zusatzprogramme«.

    Senden Sie mir gern Feedback oder Verbesserungsvorschläge zu.

    InDesign-Goodie

    Beachten Sie auch meinen neuen Beitrag zur gleichen Funktionalität in InDesign.

  • Optimale Wortabstände bei Schriftmischung in einem Absatz

    Schriften weisen teilweise sehr große Unterschiede in der Dickten-(= Breiten-)Definition des Wortzwischenraumes (space) auf. Wenn Sie zwei Schriften mit stark unterschiedlicher Wortzwischenraum-Dickte gemeinsam in einem Absatz mischen wollen, stoßen Sie an eine unangenehme Grenze von InDesign: Die Definition der Abstände (justification) – wie minimaler, optimaler, maximaler Wortabstand – ist in InDesign ausschließlich Absätzen und Absatzstilvorlagen vorbehalten. Korrekt ist dieses Verhalten nicht, denn die Wortabstände sind immer abhängig von der verwendeten Schrift, also eine eindeutig zeichenbasierte Definition.

    Workaround für bessere Wortabstände bei Schriftmischung

    Zeichnen Sie jeden Wortzwischenraum der Auszeichnungsschrift mit einer eigenen Zeichenstilvorlage aus – das geht über die Formatsuche des Suchen/Ersetzen-Dialogs am leichtesten –, in der Sie die horizontale Breite auf etwa 75% setzen (den spezifischen Wert für eine bestimmte Schriftart müssen Sie durch Tests ermitteln):

    Zeichenformatoptionen › Erweiterte Zeichenformate › Horizontal skalieren: 75%

    Damit erhalten Sie zwar mehr Zeichenstilvorlagen, aber auch wieder ein gleichmäßiges Satzergebnis der Wortzwischenräume.

    Ausgleich des Wortabstands durch Stilvorlagen
    Oben: Ohne Ausgleich der Wortzwischenräume; unten: durch Zeichenstilvorlage für die Wortzwischenräume ausgeglichen.